20. August 2021

Kirche investiert 18 Millionen Euro in nachhaltiges, barrierefreies Wohnen


18 Millionen Euro investiert die Evangelische Kirche im Rheinland in das Neubauprojekt „Wohnpark K450“ in Düsseldorf. Dort entstehen 44 Mietwohnungen sowie eine Gästewohnung. 28 der Wohnungen bieten Service-Wohnen für Senioren.

Außerdem umfasst das Projekt eine Tagespflege, ein Nachbarschaftszentrum,
zwei Spielplätze und eine Tiefgarage.

Auf dem Grundstück Kaiserswerther Straße 450/Ecke Enzianstraße im Düsseldorfer
Norden ist inzwischen damit begonnen worden, das ehemalige FFFZ-Tagungshaus
der Kirche abzutragen, um Platz für die insgesamt drei Neubauten zu schaffen.
Der Betrieb des Tagungshauses war Ende 2018 aus wirtschaftlichen Gründen
eingestellt worden. Danach hatte die Stadt Düsseldorf das Gebäude zeitweise
für verschiedene Zwecke genutzt.

„Auf dem Gelände entsteht ein gemischt genutztes Quartier mit generationen-
übergreifendem Wohnen“, erläutert Landeskirchenbaudirektorin Gudrun Gotthardt:
So werden die beiden zweigeschossigen Mehrfamilienhäuser mit Staffelgeschoss
im hinteren Bereich des Grundstücks jeweils acht Wohnungen von 79 bis 120
Quadratmetern umfassen. Im dritten, zwei- bis dreigeschossigen Gebäude
zur Kaiserswerther Straße hin wird es im Service-Wohnen für Senioren 28
barrierefreie Wohnungen geben. Eine davon wird rollstuhlgerecht sein.
Die Wohnungsgrößen liegen hier bei 41 bis 101 Quadratmetern. „Ein Drittel der
Senioren-Wohnungen wird nach einem Beschluss unserer Kirchenleitung
preisgedämpft mit reduzierter Miete angeboten“, so Gudrun Gotthardt,
„und auch die Mehrfamilienhäuser sind barrierefrei geplant.“ Ebenfalls
im vorderen Gebäude wird eine Tagespflege mit 18 Plätzen eingerichtet.
Diese wird dann von der Diakonie Düsseldorf betrieben werden.

Nachhaltiges Bauen bestimmt die Planungen „Als Kirche sind wir der Erhaltung
der Schöpfung verpflichtet“, sagt die Landeskirchenbaudirektorin. Deswegen
ist das Projekt so geplant, dass man damit schließlich den „Standard Gold“
der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erreiche. Dazu gehört
unter anderem eine Photovoltaikanlage, mit der fast 97.000 Kilowattstunden
Solarstrom pro Jahr produziert werden können. Außerdem setzen die Planerinnen
und Planer auf eine Wärmepumpenanlage, Wärmerückgewinnung aus den
Wohnungslüftungen und Lademöglichkeiten für E-Mobilität. Die
Ausführungsplanungen stammen vom Büro Spreeformat, Berlin. Die
Entwurfsplanung erstellten PINK Architekten aus Düsseldorf. Im Oktober 2023,
so die Planungen, sollen die Wohnungen im „Wohnpark K450“ dann fertig sein.

 

Jens Peter Iven, EKiR





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